4 Generationen in einem Raum – Lilis Familie im Norden
Hallo liebes Tagebuch, heute hilft mir die Mama beim Schreiben. Der Papa hat ihr beigebracht, wie man das macht…
Vor gut drei Wochen war ich bei meiner Familie im Norden. Ganz schön viele neue Gesichter waren das.. aber die haben alle gelacht und mich wie ein Weltwunder angeschaut – das hat mir echt gefallen. Meine Tante Jutta (Mama nennt sie immer Atta, aber das darf ich nicht…) hat sogar extra eine Badewanne für mich gekauft, mit einem Nilpferd und dann haben mich gaaanz viele Leute gewaschen, meine Uroma, Oma, Tante und Mama, alle zusammen.
A Propos Zusammen. Wir haben jetzt in unserer Familie 4 Generationen. Ich habe zwei Uromas oder auch Tiktak-omas genannt. Bei Uroma Anne durfte ich im Bett schlafen. Da riecht es total gut und ich habe mich pudelwohl gefühlt.
Uroma Anne hat mir sogar Lieder vorgesungen und mich hin und her geschuckelt.
Uroma Georgette lebt in einem Heim mit vielen alten Leuten und dort kümmern sich nette Pflegerinnen um sie. Georgette hat schon wieder viel von mir, also sie redet nicht und braucht Hilfe beim Essen und so. Eigentlich geht es dieser Uroma nicht mehr so gut. Aber als wir bei ihr waren, da war sie supergut drauf. Sie hat immer gesagt “oh wie schööön” und mich angelacht und sie wußte sogar, dass ich nach ihr benannt bin. Mit meiner Großtante Mausi, die bei Uroma Georgette ums Eck wohnt, war ich einkaufen – vielen Dank für die schönen Strampler – und die Mausi hat mich gewickelt. Leider hat Mama vergessen ein Foto davon zu machen – mannoh, Mama!! Aber als mein Onkel Sascha bei Uroma Georgette war, da hat die Mama ein Foto gemacht, denn der Sascha hat mich immer so komisch angegrienst und sich ganz langsam bewegt, weil er Angst hatte mich fallen zu lassen – der Onkel ist echt lustig.
Also, jetzt habe ich schon von meinen Uromas, meinem Onkel Sascha und von meinen Großtanten erzählt.Von meiner Großtante Jutta bin ich übrigens auch durch die Gegend getragen worden und bei dieser Tante haben wir am Abend gegrillt. Schmeckte in Mamas Milch ganz lecker, aber an dem Abend wollte ich nur noch ins Bett und das habe ich lautstark verkündet.
Es ist doch echt kein Wunder, dass es mir manchmal reicht mit meinen Eltern und ihrer Reiselust. Da schleppen sie mich von München nach Prag, nach Villach, wieder nach Prag, nach München und dann muss ich auch noch in den Norden Deutschlands, nach Hannover fliegen. Das Fliegen war aber gar nicht schlimm. Ich habe entweder geschlafen oder an Mamas Brust genuckelt. Ausserdem waren ja ZA-Opa und ZA-Oma dabei. Die Beiden sind super. Entweder ich liege auf Omas oder auf Opas Arm und die erzählen mir immer so viele Dinge.
Soweit zu meiner Familie im Norden. Aber zu meiner ZA-Oma muss ich noch eben etwas erzählen. Auch wenn sie das vielleicht gar nicht gut findet – aber die Oma nennt mich auch immer ihr “Äffchen” und deshalb kann ich erzählen, warum ich sie manchmal Oma “Sputnik” nenne. Also: die Oma lacht mich immer so schön an wenn sie mich aus dem Bett holt und manchmal hat sie dabei so seltsame Dinger auf dem Kopf. Ich lache sie auch immer an und irgendwie dachte Oma, dass ich wegen dieser Dinger lache und meinte zu mir, dass sie kein Sputnik sei und ich sie nicht auslachen solle, wenn sie diese Lockendinger trage… Nun ja, da ich Oma einfach anlachen muss, hat sich der name Oma “Sputnik” festgesetzt und so heißt die ZA-Oma halt Oma “Sputnik”. Mama hat übrigens ein schönes Foto von den Sputniks gemacht, aber das darf sie nicht in meinem Tagebuch zeigen. Nur ein ganz kleines vielleicht doch…..
@Lili: Hat mich sehr gefreut Dich kennenzulernen Lili, und hoffe Dich und Deine Eltern bald wiederzusehen.
Onkel Sascha
14 Aug 06 at 10:50